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Guck mal, die Überschrift - hat absolut gar nichts mit der Geschichte zu tun.

 

 

Ganz zm Schluss geschriebene Anm.: Schande. Jetzt habe ich über die Aufregung und das Tippen mein Fahrrad beim Babysitter vergessen. Wenn ich jetzt loslaufe bin ich um...viel zu spät zu Hause. Mist. Und warum passt das blöde Ding die Schrift nicht an wie ich das will? Ist doch unschön so.

Oh. Mein. Gott.

Ok, tief durchatmen.

 

Ich hatte in letzter Zeit schon mit dem Gedanken gespielt diesen Blog aufzugeben (zuviel Aufwand für zu wenige Leser denen man relevante Informationen auch über´s Telefon zukommen lassen kann – an dieser Stelle einen Dank an alle, die mich nicht kennen und trotzdem Kommentare hinterlassen haben. Bei so etwas wird einem doch gleich ganz warm ums Herz). Heute wurde mir einmal mehr bewusst warum ich wertvolle Zeit mit dem Schreiben verbringe *, ich brauche ein Ventil um die viele Katastrophen und "Oh mein Gott! Wäre mir das passiert, ich wäre gestorben!" - Momente meines Lebens zu verarbeiten. Obwohl, die hier ... aus rein emotionaler Sicht nicht die spektakulärste. Und außerdem - wer kann schon behaupten in einen Unfall verwickelt gewesen zu sein bevor er den Führerschein hatte? Aber ich merke schon, ich bin kurz davor abzuschweifen. Deswegen nehme ich meinen nächsten Gedankengang nicht auf sondern fange hier an. 

 

Folgende Situation: Fahrstunde, ein Tag vor der Prüfung.

 

Jetzt stellt euch vor ihr fahrt nichts Böses ahnend und ein fröhliches Lied vor euch hinträllernd (patüüü, patüüü, patüüü – pfiff, pfiff) auf die Autobahn Oldenburg, unter der Brücke durch Richtung Emden/Leer. Dann…Lichter. Polizeiautos. Eine völlig aufgelöste Frau die schluchzend in den Armen ihres Sohnes liegt, zwei paffende, schimpfende Italiener und ein älterer Mann der besonnen zwischen ihnen umherschreitet, Zettel verteilt und als einziger halbwegs gelassen wirkt (was rede ich da, der Mann war die Ruhe in Person). Wenn ihr jetzt genauer hinschaut seht ihr in dem vordersten Auto, das übrigens die Aufschrift „Fahrschule Lüers“ trägt, ein ebenso so schockiert aussehendes wie attraktives junges Mädchen das völlig fasziniert seine Oberschenkel paralysiert und sich denkt : „Wow, von oben sehen meine Beine echt ganz schön dünn aus “. Das waren natürlich nicht die ersten Gedanken die unserer charmanten Protagonisten durch den Kopf gingen, aber wie gesagt, ihr fahrt da nur vorbei und wundert euch (und im Hintergrund hört man ein dramatisches : „dadadadamm…damm….damm…“.) Übrigens könnt ihr keine Gedanken lesen (oder doch? Falls ihr es könnt- schon mal daran gedacht bei Uri Geller mitzumachen? Tut uns den Gefallen und verleiht dieser Sendung einen Hauch von Glaubwürdigkeit) und wisst nicht was sie denkt, aber ihr verwunderter Gesichtsausdruck lässt darauf schließen, dass es wohl etwas in der Art sein dürfte.

Raaaatet mal wer ich bin.

 

Die aufgelöste Dame?

Der besonnene Mann?

 

Leute, ihr liegt so was von daneben. Ok, ich erspare euch das Gerätsel : ich bin das Mädchen ganz vorne, in dem Wagen da. Habt ihr mich? Gut. Ich hocke also in diesem dämlichen Auto und frage mich ob´s das jetzt war, Führerschein adè. Aber war´s denn überhaupt meine Schuld? 10 Minuten hab ich mir das Hirn zermatert: wir fahren rauf, Kolonne von links, Lücke, Lücke weg, mein Fahrlehrer und ich treten gleichzeitig auf die Bremse, hinter uns hält ein Auto an, hinter dem dann ein fieses Geräusch, das Auto macht nen Ruck, knallt uns hinten rein., theoretisch muss man ja immer einen Sicherheitsabstand halten,  aber ich bin hier die ohne Führerschein, und ich hätte denen links fast die Vorfahrt genommen oder sie, schlimmer noch, von der Straße gedrängt ,weil mein Auto nämlich immer das Stärkst ist und alle anderen wegschubst wie Marshmallows, jawohl, es ist nämlich ein Schokokeksauto, haha (den müsst ihr nicht verstehen), so gesehen war´s meine Schuld, muss ich jetzt was bezahlen, aber die Fahrschule ist versichert, Fahrschullehrer müssen rechtzeitig auf die Bremse treten, aber einen Tag vor der Prüfung, verdammt. Erst mal, so sagte ich mir, müsste man doch an seine gute Erziehung denken, aussteigen, und sie bei der Fahrerin des anderen Wagens entschuldigen. Also schnall ich mich ab und kraxel über meinen Sitz um auf der anderen Seite auszusteigen (Richtung Autobahn, das käme nicht so gut), und wie ich da so an der Tür hänge fällt mein Blick in den Außenspiegel. Woah, war ich blass. Aber das kann auch daran gelegen haben dass ich immer blass bin, und durch die neue dunkle Tönung natürlich nicht gerade sonniger wirke. Doch in Anbetracht der Tatsache dass ich gerade den ersten Verkehrsunfall meines Lebens hatte stand ich wohl eher unter Schock. Da hab ich dann angefangen nachzudenken und tief durchgeatmet. Nee, unter Schock sein fühlt sich anders an. Musste ich heulen? Plötzlich fiel mir ein Mädchen dass – nun, ich weiß nicht wer das lesen wird, sagen wir einfach, mir kam eine Bekannte in den Sinn. Nettes Mädchen, wirklich, zu allen nett und freundlich, aber… gott, manche Menschen haben einfach keine Daseinsberechtigung.         ….. Ja, das war nicht in Ordnung. Ich weiß. Sie ist ok. Sie ist nur ….. aaarrrrgh. Solche Leute kennt ihr, oder? Jedenfalls, diese Person weint oft wenn sie versagt (merkwürdig, ich kenne viele die das tun, bescheuert oder? Obwohl ich bei Mathe auch schon einige Nervenzusammenbrüche erlitten habe), und das hier wäre einfach eine Situation gewesen in die man sie sich locker hätte hineindenken können. Und als mir diese Gedanken durch den Kopf schossen (was so ungefähr eine Nanosekunde gedauert hat) merkte ich dass schon wieder dieses angeekelte Gefühl in mir hochkam, mal ehrlich, wer heult wegen so was ?! Bei dem Gedanken bekam ich sofort etwas Farbe und sah zum ersten mal, wie ich aussehe, wenn ich aufkeimende Agressionen unterdrücke, das werde ich in Zukunft unterlassen.  Was alles passierte als ich ausstieg lass ich aus, ist ziemlich langweilig. Nummern wurden ausgetauscht, Fotos wurden gemacht, alle haben sich nett unterhalten und jemand ist mit einer merkwüdigen kleinen Rolle die ein wenig an einen altmodischen Rasenmäher erinnerte die Straße abgelaufen. Ach doch, etwas kann ich noch erwähnen. Wir hatten nicht nur ein Auto geschrottet sondern zwei**, und obwohl die Ganze Sache nicht meine Schuld war (wie mir dann auf dem Rückweg freundlicherweise noch mitgeteilt wurde) haben alle Leute die vorbeigefahren sind ausschließlich MICH angeglotzt, klar, weil an unserem Wagen dick und fett „Fahrschule“ stand. Habe provozierend böse zurück gestarrt.

 

Auf der Rückfahrt (ja, wir waren noch fahrtüchtig, am Schlimmsten hat es die Frau in der Mitte erwischt, die als Einzige so gar nichts mit der Sache zu tun hatte und ihr Auto gerade verkaufen wollte) habe ich die ganze Zeit überlegt wie ich mich verhalten soll. Wenn ich verkrampft tue und einen auf Opfer mache denkt er (der Fahrlehrer) dass mich die Sache furchtbar mitgenommen hat und ich dringenst geschont werden müsse, ODER aber, dass ich mit Situationen dieser Art noch nicht umgehen kann und damit auch noch nicht für die Prüfung bereit bin. Letzteres erschien mir dann wahrscheinlicher, weil ich so denken würde, und ich habe mich ganz normal mit ihm unterhalten und gefragt was denn jetzt genau passiert ist und ob ich noch zur Prüfung kann, dass wir ja am Freitag ne Arbeit schreiben, bla bla bla. Worüber man sich halt mit seinem Fahrlehrer unterhält.  Das war´s auch schon, Prüfung ist am Freitag (ich glaube immer noch nicht an das Wunder das nötig wäre um mich bestehen zu lassen) und morgen ist die letzte Fahrstunde.

Übrigens, als ich ausgestiegen bin hat man mich gefragt ob mit meinem Kopf alles in Ordunung ist, und ich nur so "Hä? Was?" (habe gerade daran gedacht wie romantisch es doch wäre bei einem Auffahrunfall seiner großen Liebe zu begegnen). Da hat die aufgelöste Dame gerufen: "Was?! Sollen wir einen Arzt holen?! Holt einen Arzt! HILFEE!"  Das war bestimmt dieselbe die "Oh mein Gott!!!" geschrien hat als Kea´s Schnürsenkel sich in der Rolltreppe verheddert hat. Lustige Leute gibt´s.

 

Eine Sache muss ich noch loswerden.

 

Heute beim Babysitten haben Andreas und ich ein tiefes Loch nach Afrika gegraben, als er plötzlich inne hält, mich ansieht und sagt :

 

„ Du, aber wir müssen das ja noch breiter machen, damit du auch durchpasst“.

 

Boah.

 

 

 

 

 

*nicht gerade bei Blogeinträgen, ich geb´s ja zu, ich habe eine zu starke Abneigung gegen das Schreiben am Computer. Ja, ich bin ein Sonderling. Beinahe schon anachronistisch. Muhaha, anachronistisch, ich bin ja soo gebildet (total. Bestimmt bedeutet es etwas ganz anderes als ich denke dass es das bedeutet).

** zumindest dachte ich dass WIR sie geschrottet hätten

15.4.09 22:40
 


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